Wenn Inhaltstoffe in Frage gestellt wird
Nadine erzählte uns einige Male, das sie auf ein Duschgel immer wieder mit Hautausschlag reagiert. Dann fand sie dieses Buch und machte uns neugierig damit. In dem Buch ging es unter anderem um einen kleinen Jungen, für den Duschen und Baden jedes Mal zu einer großen Herausforderung wurde. Sobald es hieß, dass er duschen oder baden sollte, war es vorbei: Er schrie das ganze Haus zusammen, wollte nicht ins Wasser und wehrte sich dagegen. Die Eltern und Ärzte waren ratlos. Eines Tages wusch sich der Junge nur mit Wasser und die Eltern fingen an zu recherchieren. Das Kind geht inzwischen gerne Baden und hat das Schwimmen für sich entdeckt.
Aber was hatte der Schaum damit zu tun?
Warum können bestimmte Produkte, die für uns völlig selbstverständlich zum Duschen oder Baden gehören, für manche Menschen und übrigens auch für Tiere, so unangenehm sein?
Auf der Rückseite von Shampoo, Duschgel, Badezusätzen und Co. finden wir zwar eine lange Liste von Inhaltsstoffen. Namen wie Sodium Laureth Sulfate, Benzyl Alcohol, Parabens, Dimethicone, Citric Acid oder PEG sagen den meisten von uns allerdings zunächst wenig.
Doch was steckt eigentlich hinter diesen Begriffen? Welche Aufgabe haben die einzelnen Stoffe? Und warum verträgt der eine Mensch ein Produkt problemlos, während ein anderer mit Hautreizungen, Unwohlsein oder einer Abneigung gegen bestimmte Produkte reagiert?
Genau diese Fragen haben mich neugierig gemacht.
Denn eines habe ich dabei gelernt: Nicht jeder Mensch reagiert auf dieselben Inhaltsstoffe gleich. Was für uns zunächst wie eine ganz normale Dusche mit etwas Schaum aussieht, kann für einen anderen Menschen eine völlig andere Erfahrung sein.
Und genau solche Erlebnisse bringen mich immer wieder dazu, genauer hinzuschauen, nachzufragen und Dinge zu hinterfragen, die wir im Alltag oft einfach als selbstverständlich hinnehmen.
Vielleicht ist es auch für dich interessant, einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffliste deiner eigenen Pflegeprodukte zu werfen. Nicht mit dem Gedanken, dass jeder dort aufgeführte Stoff automatisch „schädlich“ ist sondern einfach mit der Frage:
Was steckt eigentlich in den Produkten, die wir täglich benutzen?